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Position: Taurus in der Karibik unterwegs !
24.10.2011

Sa. 22.10.2011 – Te Pito o Te Henua (der Nabel der Welt)

 

Moai Ahu Tahai

wie die Einwohner ihre Insel gerne nennen. Leider ist es zwar heute nicht so wolkenlos und sonnig wie die letzten Tage, aber dafür haben sich der Wind und die Wellen etwas gelegt und so können wir ohne Sorge heute das Schiff alleine lassen. Wir sind bereits relativ früh an Land gefahren,  um noch vor dem großen Andrang im Spital die letzte Spritze gegen Tollwut verpasst zu bekommen. Dann hieß es nur mehr – Helme auf und ab mit unserem kleinen Scooter über die frisch geteerte Küstenstraße. Wir haben erst mal den Krater Rano Kau und das Zeremoniendorf Orongo rechts liegen lassen, da man dort einen Eintritt von unglaublichen US$ 60,–pro Person kassieren will und uns dies eindeutig zu viel nur für ein paar Steine ist. Dorthin werden wir noch gesondert  einen Tagesausflug unternehmen und von hinten rauf die lange Wanderung zum grünen Kratersee machen (ohne Eintritt, dafür ist halt auch nicht alles zu sehen).

wilde Brandung

So sind wir erst den Flughafen entlang zur wellenumtosten Südküste gefahren und haben uns von dort aus die Moai`s (Statuen) auf ihren Ahu`s (Zeremonienplattformen) in östlicher Richtung angesehen. Die Hochblüte dieser Kultur lag zwischen 1100-1700 n.Chr. wo an die 1000 dieser Steinkolosse erreichtet wurden (heute gibt es noch ca. 600) danach dürften Stammesfehden und schlussendlich die Eroberer fast zur Ausrottung der Inselbevölkerung geführt haben.

Ahu Tongariki

Es ist beeindruckend wie riesig diese Figuren sind und noch immer rätselhaft wie sie teilweise 15 km weit vom Steinbruch bis zu ihren Steinaltären geschafft wurden. Eine alte Legende besagt, dass sie jede Nacht ein paar Meter selbst gelaufen sind (wer weiß!) – uns haben sie ihr Geheimnis nicht verraten. Meistens stehen sie in Gruppen doch manchmal auch alleine und oft kann man auch noch in der Nähe Reste von Rundhäusern oder umu`s (Erdöfen) sehen.

Rano Raraku

Im Steinbruch von Rano Raraku wo diese Steinkolosse gebrochen wurden liegen noch unzählige mehr oder weniger fertig, teilweise halbvergraben herum, auch der größte von ihnen mit 21m hängt hier noch nicht fertig abgeschlagen am Hang des Vulkans (auch hier braucht man diese s..teure Eintrittskarte, deswegen haben wir uns das nur von außen betrachtet und  noch allemal genug gesehen).  Weiter ist es dann durch das Inselinnere vorbei an Rinderherden und Gemüsefeldern an die Nordküste der Insel gegangen. Im Gegensatz zur Isla Robinson Crusoe, wo sich die Einwohner komplett auf das Versorgungsschiff vom Festland verlassen und nichts anbauen, gibt es hier wunderbar frisches Obst, Gemüse und Fleisch (ist zwar relativ teuer, aber sehr gut und der Rest wird eingeflogen aus Santiago bzw. Papeteé).

angepasste Religion

An der Norküste gibt es die einzigen Sandstrände, besonders beeindruckend ist der von Anakena mit schneeweißem Korallensand, Kokospalmen und fünf wunderbar restaurierten Moais. Leider hatten wir nicht die Zeit uns dort an den Strand zu legen, aber hier ist die zweite Ankermöglichkeit der Insel und vielleicht dreht der Wind so, dass wir dorthin “flüchten“ müssen!?! Auf unserem Rückweg haben wir noch einen Abstecher nach Puna Pau, dem Vulkankrater wo die roten Haarknoten bzw. Hüte geschlagen wurden, gemacht. Von dort oben hatten wir auch einen wunderbaren Blick über fast die ganze Insel und konnten auch unser Schifferl einsam in der Bucht von Hanga Roa schaukeln sehen (ist schon sehr beruhigend). Statt das wir wieder zurück auf die Hauptstraße gefahren sind haben wir uns über eine Sand- und Schotterpiste mit großen Steinbrocken zurück nach Hanga Roa gequält, aber dafür sind wir noch mit sagenhaft schönen Ausblicken über die wilde Felsenküste belohnt worden.

Anakena

Gerade noch rechtzeitig haben wir auf der einzigen Tankstelle der Insel unseren kleinen Flitzer aufgefüllt und wieder zurück in seine Garage gebracht. Am Abend sind wir todmüde von der vielen Sonne und den Strapazen der Fahrt ins Bett gesunken und haben von Moais geträumt.

Kommentare

Hallo Ihr welt wanderer,
Herliche bilder und erzaelungen, Ich sehe dass der Ausenbord Johnso 4 tapfer weiter macht. Das motorchien hat sicher nicht geahnt dass es um die welt spaziern geht. Hoffen dass Babsi´s wewechien shon langsam vhergessen sind. Bei uns haben wir neuichkeiten. Unsere firma kriegt ein neues sehr shoenes bureau woh wir naechste woche umzhien.
Unser Martin studiert fleisig sein Chemie studium um bald bei uns mitzuhelfen.
Gruesse aus Buenos Aires
Pedro & Familie

sytaurus hat am Oktober 27th, 2011 16:45 geantwortet:

bis jetzt hat uns das Motorchen nicht im Stich gelassen, wir hegen und pflegen ihn auch ganz brav damit er uns noch lange gute Dienste leistet. Meine Wunden verheilen bereits gut und bald darf ich auch wieder schwimmen gehen.
Viel Glück in eurem neuen Büro und schöne Grüsse an die ganze Familie.

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