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6.07.2012

Fr. 29.06.2012 – Niue

Canoe Landing

Nach fünf Tagen segeln ist dieses einzigartige Eiland endlich vor uns aufgetaucht. Niue ist etwas ganz besonderes, denn es ist ein Korallenatoll, das durch zwei Erdbeben und tektonische Verschiebungen 69m aus dem Meer gehoben wurde und noch immer weiter steigt. Das Wetter und auch die Leute waren uns gnädiger gestimmt als 1774 Captain James Cook, der sich hier aufgrund kriegerischer Gebarung der Einheimischen nicht anlanden traute. So liegen wir nun bereits fast eine Woche teilweise sanft schaukelnd aber auch manchmal stark schwankend (da es keinen schützenden Riffsaum gibt) an einer Mooring vor Alofi. Es ist schon viel beruhigender an einer Boje zu liegen als vor Anker, wenn die Ankertiefe von 35m bedenkt.

Anapala Chasm

Trotzdem können wir jede einzelne Koralle unter unserem Schiff sehen, so klar ist hier das Wasser. Und schon jucken uns wieder die Flossen und so tauchen wir gleich in die unzähligen Unterwassercanyons und Höhlen ab. Obwohl hier nachweislich die stärksten Hurrikans des Pazifiks wüten, sind die Korallen zwar auch teilweise beleidigt, aber wachsen bereits wieder in unvergleichlicher Schönheit nach – aber das Beste ist hier einfach die Sichtweite unter Wasser und die Unzahl an Plattschwanz-Seeschlangen, die es nur hier gibt. Eigentlich sollte es uns nervös machen, dass sie immer so unsere Nähe suchen, da sie hochgiftig sind, aber wir hoffen halt, dass sie nicht durch unsere Neoprenanzüge durchbeißen können und wollen (wir haben ja lange Anzüge, aber Josef zeigt ihnen immer neckisch seine nackten Wadln). Gemeinsam mit Josef und Eva von der Sanuk II fahren wir an einem der Tage mit dem Mietauto um die Insel, eigentlich dachten wir das die Insel gar nicht so groß ist, aber wir hatten uns da etwas verschätzt, denn wir haben dann doch fast 70km runtergespult. Das interessanteste sind natürlich die Seatracks. Zuerst schlägt man sich durch fast undurchdringlichen Dschungel um dann über spitzige und scharfe Korallenfelsen in die von der See ausgewaschenen Schluchten hinabzuklettern.

Talava Arches mit Josef u. Eva/Sanuk II

Komplett versteckt findet man dann weiße Sandstrände mit Palmen und Süßwasserpools oder tiefe Canyons zum Schnorcheln mit unglaublich klarer Sicht. Zum Glück sind die Wege überall gut ausgebaut, so sind bei schwierigen Passagen Halteseile gespannt oder lange Holzleitern zum Hinabklettern in die Höhlen. Na ja, der wichtigste Erwerbszweig ist halt der Tourismus und der wird hier sorgsam gepflegt und gehegt und die Gäste entsprechend gemolken. Im Augenblick steht der neuseeländische Dollar für uns sehr schlecht und daher ist alles sehr teuer (z.B. 1kg Tomaten € 7,– oder 1 Std. Internet € 8,–) trotzdem ist diese Insel es allemal wert sie zu besuchen.

ein unvergessliches Erlebnis

Einen ganz besonderen Gast hatten wir auch – ein Buckelwal hatte den Weg nach Niue gefunden und ist längere Zeit zwischen unseren drei Schiffen herumgeschwommen, dabei ist er ganz nah an unser Schiff gekommen und hat die ganzen zum trocknen ausgelegten Tauchsachen mit seinem Blas wieder nass gespritzt – einfach kein Benehmen diese Wale von heute!

Kommentare

Na so ein Schlawiner, der Wal, war sicher ein ER, der kein Verständnis für zu trocknende Tauchsachenhat, er braucht so was ja nicht!
Ich wünsche euch schöne, erholsame Tage auf dieser wohl sehr schönen Insel!
Christine

sytaurus hat am Juli 19th, 2012 03:48 geantwortet:

wir waren ihm aber nicht sehr böse, im Gegenteil es ist faszinierend diesen majestätischen Tieren zu zugucken.

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