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23.07.2011

Mi. 20.07.2011 – Lima

Gestern sind wir erst einmal in unserem Distrikt geblieben und haben direkt von unserem Hotel aus die Av. Jose Larco, eine sehr belebte Einkaufsstraße, bis zum Larcomar-Center erwandert.

Küste von Lima

Dieses liegt hoch über den Klippen am Meer und bietet einen tollen Blick über die gesamte Küstenlinie, wenn nicht gerade mal wieder der hier typische garúa, ein leichter Küstennebel mit feinem Sprühregen, herrscht. Genau unter uns sind wie Ameisen, unzählige Surfer auf ihren Borden gelegen und haben auf die richtige Welle gewartet – lange haben sie jedoch nie warten müssen bei dieser Brandung. Der Bezirk Miraflores gehört sicher zu einem der reicheren Vierteln in Lima, denn so viele Putzbrigaden und Sicherheitspersonal haben wir noch selten auf einem Fleck gesehen.

nehmen wir ihn jetzt oder doch nicht?

Überhaupt ist Lima eigentlich insgesamt eine relativ saubere Stadt, nur die Luft ist durch die vielen Autoabgase zum Schneiden und der Verkehr ist echt mörderisch, ein Dauerhupkonzert und absolutes Chaos. Uns kommt es vor, als ob hier nur Kamikazefahrer und Selbstmörder unterwegs sind, selbst beim Busfahren  kann man teilweise richtig Angst bekommen. Apropos Busfahren, ist hier überhaupt kein Problem und kostet fast nichts. Anfangs hatten wir zwar etwas Bedenken, weil die Ziele nur aus dem Bus herausgerufen werden und für uns oft schwer verständlich waren, aber auch das war kein wirklich großes Problem. Nicht einmal bei den Fahrpreisen wurde uns ein Touristen- und Deppenzuschlag abverlangt. So sind wir kreuz und quer durch die Gegend gedüst und auch in der Calle Petit Thouars gelandet, wo sich ein Indiomarkt an den Anderen reiht. Die herrlichsten Sachen aus Alpaccawolle, Kunsthandwerk und wunderschöner Schmuck aus den Anden werden hier angeboten und das Beste ist, dass die Verkäufer hier in keinster Weise aufdringlich sind oder eine aggressive Verkaufstaktik haben – sehr angenehm. Leider haben wir kein kleines Lama für die Bewachung unseres Schiffes gefunden und sind ohne größere Einkäufe von dannen gezogen.

wird nach überlieferten Plänen derzeit restauriert

Beim  Besuch der Huaca Pucllana, einer Lehmziegelpyramide von 400 n.Chr., hatten wir Pech, denn die war heute leider geschlossen. Es sieht irgendwie witzig aus, wenn eine Inkapyramide mitten aus dem Häusermeer herausragt. An unserem  zweiten Tag in Lima haben wir das historische Zentrum unsicher gemacht, sind zwischen unzähligen Kirchen (davon haben die hier fast auf jeder Ecke eine) und unter wunderschönen Holzbalkonen herumgewandert, haben der Wachablöse im Präsidentschaftspalast beigewohnt und die Kathedrale von Lima besichtigt.

Wachablöse

Ausnahmsweise ist diese mal wirklich schön und reichhaltig geschmückt, denn bisher waren in Südamerika die Kirchen meistens verschlossen oder nur sehr spartanisch ausgestattet, um nicht zu sagen leer. Die Eintrittspreise für die touristischen Highlights stehen jedoch in keinster Weise in Relation zum normalen Leben, denn man berappt 30,– Sol (€ 7,50) pro Person um in die Kathedrale und das Museum zu kommen, aber nur 5,– Sol (€ 1,20) für ein reichhaltiges Mittagsmenü – na ja, da überlegt man sich eben genau was man sich ansieht. Scheinbar dürfte dies aber erst seit kurzem so sein, denn im Reiseführer und auch den meisten Prospekten stehen noch ganz andere Preise bzw. großteils freier Eintritt. Leider ist auch dieser Tag schon wieder vorbei und wir fliegen bereits morgen nach Cusco weiter – Machu Picchu wir kommen!

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