Newsflash: Erstmals in Wien - endlich der letzte Teil unserer Trilogie !
6.11.2012

Fr. 02.11.2012 – gut geschütztes Paradies

mit Segel geht es schneller

Die letzten Tage in Yangasa waren einfach traumhaft, jeden Tag schnorcheln oder tauchen und hier ist wirklich noch alles unversehrt – ok, der letzte Hurrikan hat einigen Korallenschrott hinterlassen, aber die neuen Korallenstöcke haben dies bereits schon wieder fast ausgeglichen. So ragen riesige Fächer- und Tischkorallen an den Abhängen und farbenfrohe Weichkorallen und Anemonen wiegen sich in der Strömung. Da hier ja nur selten und dann mit Leine und Haken gefischt wird, erreichen die Fische ihre volle Größe. So glotzen uns 2m große Napoleons an und ausgewachsene Stachelmakrelen (ca. 1m) verteidigen ihr Revier. In allen Farbschattierungen leuchten die wulstigen Lippen der Mördermuscheln und mit ihnen konkurrieren die kleinen und größeren Rifffische – ein Farbspektakel sonder gleichen. Die Fischer verwöhnen uns mit Fischen und Langusten und wir sie mit ihren geliebten Zigaretten (unglaublich was die wegrauchen können, sind wir froh Nichtraucher zu sein). Schweren Herzens verabschieden wir uns heute von Yangasa, aber die erste Tropical Depression naht und wir wollen dann doch lieber einen guten, gegen Nordwind, abgeschirmten Ankerplatz haben. Den finden wir nur 10 sm weiter in der rundum geschützten Lagune von Fulanga.

noch ein bisschen Frischproviant gefangen

Leider ist der Wind fast zu schwach zum Segeln und so brauchen wir länger als gedacht, aber heute ist es noch wolkenlos und kaum eine Welle, was sich am Samstag bereits ändern soll. Für diese Inselgruppe haben wir kaum Kartenmaterial, wir wissen nur, dass nichts markiert ist, der Pass 3kn Strömung hat, sehr schmal und seicht ist und dass es nachher viele Untiefen gibt – also mal wieder richtig spannend. Zu unserem Glück fährt vor uns ein großes Motorschiff in die Lagune ein und wir verfolgen es neugierig mit dem Ferngucker – es fährt einen richtiger Zick-Zack-Kurs, na bravo.

da ist die Sonne einfach schon zu tief

Wir haben Glück und im Pass ist keine Strömung, aber die Sonne ist schon so tief, dass das Wasser extrem spiegelt und die Korallenköpfe nur schwer auszumachen sind. So ankern wir gleich hinter der nächsten Felseninsel und suchen erst morgen bei besserem Licht einen idealeren Ankerplatz. Was wir bis jetzt sehen gefällt uns ausgesprochen gut. Eine weitläufige türkise Lagune mit klarem Wasser und unzähligen Mushroomrocks, die mit Palmen und Kletterpflanzen bewachsen sind.

wann kippt er?

Manche sind unten so ausgespült, dass sie sicher bald umkippen werden, aber bis dahin sehen sie wie ein Blumenbukett aus. Kaum das unser Anker liegt, hängt auch schon das erste Auslegerkanu an unserer Seite und fragt wo wir herkommen. Wir schielen neugierig in ihr Boot und sie begierig auf das bereits bereitliegende Packerl Zigaretten in unserem Cockpit. Schnell ist der Deal gemacht und ein ansehnlicher Barsch schmort in unserer Pfanne. Wir versprechen gleich am nächsten Tag unsere Aufwartung im Dorf zu machen. Schnell hat sich unsere Anwesenheit durchgesprochen, denn dauernd kommen Leute vorbei, bringen uns Obst und fragen nach Glimmstängeln (eine echte Sucht hier).

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