12.10.2010

Di. 12.10.2010 – Florianopolis

Zwei Tage lang hatten wir den Weltuntergang vor Augen und haben uns mit lesen, spielen und arbeiten am Schiff die Zeit vertrieben, denn an Land zu fahren war aufgrund des Wetters und der Wellen nicht möglich. Dann wachten wir bei herrlichstem Sonnenschein, leichtem Wind und bester Fernsicht auf, einziger Wermutstropfen, das Thermometer zeigte nur mehr  16 °C an.

Florianopolis

Nach einem ausgiebigen Frühstück legten wir Richtung Florianopolis ab, die gemütliche Fahrt durch den Ismus führte uns auch unter zwei Brücken mit kräftiger Strömung durch, wobei eine davon nur 17m hoch ist (wir waren nicht sicher wie hier gemessen wird) – mit unserem 16m Mast eine Bauchwehgeschichte – ich bin gaaaaanz langsam gefahren und Christoph hat am Heck geschaut und mitgezittert.

geht es sich aus?!

Wie ihr merkt ist es sich knapp aber doch ausgegangen! Eine halbe Stunde später, ankerten wir vor dem hiesigen Yachtclub und konnten uns nach einer Woche endlich mal wieder die Füße an Land vertreten. Übrigens – am Nachmittag stürmte es schon wieder (besonders lustig in unserem Bananaboot)!  Wir befürchten, dass wir noch mindestens eine Woche hier verbringen müssen bis der Wind sich zu unseren Gunsten dreht, aber Florianopolis ist eine ganz entzückende Stadt. Wir werden hier auch gleich versuchen auszuklarieren um uns endgültig auf den Weg nach Uruguay machen zu können. Im Yachtclub haben wir Shirley aus Kapstadt kennengelernt, die mit ihrem kleinen Boot mit Dschunkenrigg seit Jahren alleine im Südatlantik herumkreuzt – eine sehr interessante Frau, mit der wir sicher noch einiges plaudern werden.

Kommentare

Wir glauben der Wettergott meint es gut mit euch. Ihr trainiert langsam aufbauend für Kap Horn. Immer öfter falsche Wettervorhersagen, drehende Winde, Gewitter, Sonnenschein usw.. Auch die Temperatur geht schön langsam zurück – wie gesagt ein Trainingslager. In einigen Wochen könnt ihr eure Winterjacken und Schneebrillen hervorkramen.
Je einen dicken Kuss von MaGu.

sytaurus hat am Oktober 13th, 2010 12:04 geantwortet:

so kann man das natürlich auch sehen – wir werden uns durch durchbeissen – versprochen! wir hoffen jedoch, dass die Winterausrüstung noch ein paar Wochen eingemottet bleiben kann.

Liebe Babsi, lieber Christoph, ich lese mit großem Interesse eure/deine Berichte, enthalte mich aber eines mehr oder minder geistreichen Kommentars. Habe heute mein Boot geholt und hoffe nun auf eine schöne Segelsaison 2011. Bis jetzt scheint ihr ja gottseidank den Medikamentenschatz nicht in Anspruch genommen zu haben, sollte auch so bleiben.
Herzliche Grüße, Werner

sytaurus hat am Oktober 15th, 2010 11:12 geantwortet:

zum Glück haben wir ausser ein paar Pflastern und Betaisodona noch nichts aus unserem Bordhospital gebraucht, aber besser mithaben und nicht brauchen als umgekehrt.

Hi Babsi und Christoph!

Wir verfolgen eifrigst Eure Tour und „beneiden“ Euch einwenig um die tollten Abenteuer, welche Ihr erlebt. Leider sind meine Emails immer ins leere gegangen. Punkto Wetter haben wir seit rund einer Woche auch einen neuen Freund – den Eiskratzer! und können nur tagsüber, wenn die Sonne kommt, noch einige Plusgrade genießen.
Wir wünschen Euch noch eine traumhafte, erlebnisreiche Fahrt!

Mast und Schotbruch senden Euch Michi und Andi

sytaurus hat am Oktober 15th, 2010 11:14 geantwortet:

diesen Freund haben wir nicht mitgenommen und hoffen es bleibt auch so.

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