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20.07.2011

Mo. 18.07.2011 – eigene Wege

Flug von Santiago de Chile nach Lima

Nicht einmal in unseren wildesten Träumen ist uns ein Besuch von Lima jemals in den Sinn gekommen. Diese Stadt war für uns zwar existent, aber ist eigentlich nie auf unserem Reiseplan gestanden. Aber ok, nun stehen wir da – der Flug von nicht ganz drei Stunden ist bewältigt und das Gepäckband hat unsere Rucksäcke auch bereits wieder ausgespuckt. Als wir aus dem Transitbereich kommen, stehen wir erst einmal einer gigantischen Menschenmenge gegenüber, die meisten mit großen Schildern um irgendjemanden abzuholen. Eigentlich sollte unser Name auch auf so einem Plakat stehen, denn wir haben das Angebot des Hostels wahrgenommen und uns einen Abholdienst bestellt. Leider ist aber niemand für uns da, eine knappe Stunde warten wir und gehen immer wieder die Reihen der Namenstafeln ab, aber leider vergeblich. Wir haben nun zwei Möglichkeiten, entweder uns von einem der aufdringlichen Taxifahrer abzocken zu lassen oder versuchen auf eigene Faust zum Quartier zu kommen.

innerstädtische Verkehrsmittel

Wir entscheiden uns für die schwierige Tour und suchen erst mal die Touristinformation auf. Ein sehr netter junger Mann dort verrät uns den richtigen Bus und stattet uns mit einem Stadtplan aus, gleichzeitig sieht er sehr skeptisch unser Gepäck an und warnt uns vor den Taschendieben in der Gegend rund um den Flughafen. Scheinbar dürften nicht allzu viele Touristen den Wunsch verspüren hier mit dem öffentlichen Bus zu fahren.  So starten wir unseren Spießrutenlauf quer durch die aufdringlichen Taxifahrer raus in die feucht-schwüle Nacht (von 9°C auf 19°C in drei Stunden – was für eine Wohltat!). Den richtigen Bus zu finden ist gar nicht so leicht, denn es sind keine großen Busse die hier in einem aberwitzigen Tempo kommen und gehen, sondern kleine VW-Busse in die jedoch bis zu 16 Personen gequetscht werden. Auch die Kennzeichnung und das Ziel der Busse ist nicht so leicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Abendunterhaltung

Zum Glück gibt es hier Edgar, einen “hilfsbereiten“ Rollstuhlfahrer, der uns in den richtigen Wagen bugsiert (natürlich gegen eine kleine Spende, aber die gibt man da gerne). Zusammengepfercht schlängeln wir uns fast eine Stunde durch dichtesten Verkehr, vorbei an riesigen Shoppingcentren und überfüllten Einkaufsstraßen bis nach Miraflores. Unser Quartier ist leicht gefunden, denn es liegt sehr zentral mitten in einer Vergnügungs- und Fressstraße, nur ist leider nicht so ruhig, wie wir uns das erhofft hatten. Aber was soll`s, ist ja nur für drei Tage. Also Rucksäcke abgeladen und rein ins Getümmel, denn nur so kann man den Puls einer Stadt ertasten und außerdem sind wir hungrig und durstig, denn zum Essen hatten wir heute irgendwie keine Zeit. Schnell war ein nettes Lokal mit Livemusik gefunden und der erste Pitcher Bier geleert. Nicht allzu spät sind wir in süße Träume gesunken, denn morgen gilt es wieder eine neue Stadt zu erkunden.

Kommentare

Hallo Barbara und Christoph,
durch Zufall bin ich auf Eure Seite gekommen und verfolge Eure Reise mit den netten Berichten mit großen Interesse. Da ich mit meiner Frau im März/ April Patagonien in Argentinien und Chile bis zum Vol. Villarica bereist habe und als Segler natürlich Cap Hoorn sehen mußte, sind Eure Berichte Erinnerungen an unsere Reise.
Wünschen Euch weiterhin viel Freude und eine gute Reise sowie Mast & Schotbruch.
Viele Grüße vom Ammersee
Peter Hofbauer

sytaurus hat am Juli 22nd, 2011 16:24 geantwortet:

Hallo Peter, es freut uns wenn wir eure Erinnerungen auffrischen können. Jetzt sind wir jedoch ohne unsere Taurus unterwegs, aber im September geht es dann weiter – versprochen!

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